Feindseligkeit gegenüber Obdachlosen

Es gibt Menschen, die ihren Tag zwischen Parkbank, Gehsteig, Gebäudeeingang und Supermarkt-Parkplatz verbringen. Es gibt Menschen, die im Park oder auf der Straße schlafen und dem Anschein nach keine Wohnung haben. Und es gibt viele andere Menschen, die ihnen mit Misstrauen oder Respektlosigkeit begegnen und sie als minderwertig behandeln. So ist das Wort „Penner“ ein oft gebrauchtes Schimpfwort. Dieses Wort ist Ausdruck der Feindseligkeit gegenüber Obdachlosen und gegenüber Menschen, die betteln. Wohnungslose verfügen über keinen eigenen Wohnraum, können aber in Heimen oder sonstigen Unterkünften untergebracht sein. Wohnungslos ist der allgemeinere Begriff; obdachlos sind Menschen, die sich im Freien aufhalten und auch dort übernachten. Wohnungslosigkeit ist oft durch Armut, Krankheit oder eine schwere Lebenskrise bedingt. Die Medien berichten selten über Gewalt gegen Obdachlose, aber: es gibt viele Angriffe gegen sie. Die Angriffe sind oft sehr brutal. Die Angreifenden sind meistens Männer zwischen 18 und 29 Jahren und etliche Angreifer vertreten Neonazi-Ideen. Sie schlagen und töten Obdachlose, weil sie sich überlegen fühlen und die Obdachlosen – in NS-Tradition – als wertlos für ihre „Volksgemeinschaft“ ansehen; eine Einstellung, die leider auch Ideen derer ähnelt, die keine Nazis sind, aber Wirtschaftlichkeit als Maßstab für die Bewertung eines Menschenlebens ansehen („Was nützen die der Gesellschaft?“). Allerdings teilen diese nicht die tödliche Konsequenz der Neonazis.

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