Nationalismus

Das Wort Nationalismus bezeichnet die bewusste Identifizierung mit dem Land, zu dem sich ein Mensch zugehörig fühlt. Für sehr viele Menschen ist es das Land, in dem sie leben und dessen Staatsangehörigkeit sie haben. Sehr unterschiedliche Menschen werden zu einer Nation gezählt und man kennt sie nie alle: trotzdem gibt es die Vorstellung, dass alle etwas verbindet. Diese Idee ist die Grundlage für den Nationalismus. Nationalismus führt immer wieder zu Konflikten und Kriegen. Aus der Geschichte des Nationalsozialismus ziehen einige Menschen in Deutschland die Lehre: Der fanatische Nationalismus hat Verbrechen gegen die Menschheit verursacht. Sie versuchen daher, den Nationalismus in engen Grenzen zu halten oder zumindest friedlich auszuleben. Denn Nationalismus schließt oft Menschen aus. Zum Beispiel werden in Deutschland nicht-weiße Menschen, Menschen, die einen nicht-christlichen Hintergrund haben oder Menschen mit ‚ausländischen‘ Namen als nicht zugehörig dargestellt und behandelt. Einigen Menschen wird diskriminierend unterstellt, dass sie „nur“ Passdeutsche seien, also keine „echten“ Deutschen. Auch die nationalistische Annahme, dass jeder Mensch einer Nation angehören würde, entspricht nicht der Realität. Es gibt viele staatenlose Menschen oder Menschen, die einen Bezug zu mehr als einer Nation haben. Sie haben manchmal mehr als einen Pass oder eine Muttersprache.

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